ARCON®: Extrem schnell und zuverlässig

Störlichtbogenschutzsystem ARCON®. Löschgerät ARC-AT

Die Störlichtbogenentstehung muss sofort erkannt werden – eine blitzschnelle Reaktion ist erforderlich. Dies wird mit dem Störlichtbogenschutzsystem ARCON® gelöst.

Mit den Lichtsensoren (ARC-SL), auf der Basis von Lichtwellenleitern, lassen sich Hauptsammelschienen und Verteilschienen sowie alle Schienenverbindungen und Anschlusssysteme über ihre gesamte Länge überwachen. Die vom Störlichtbogen emittierte Strahlung wird über die Mantelfläche in den Sensor eingekoppelt. Es wird lediglich ein Lichtsensor pro Hauptsammelschienensystem und Schaltanlagenfeld benötigt.

Wahlweise mit Stromwandler für Sekundärströme von 1 A oder 5 A erfolgt die Erfassung des Lichtbogenstromes, die vor jedem einspeisenden Leistungsschalter positioniert sind. Im Falle eines Störlichtbogens wird das vom Lichtbogen emittierte Licht und der Lichtbogenstrom von den Sensoren erfasst und in der Zentraleinheit (ARC-EM) ausgewertet. Die Zentraleinheit gibt den Auslösebefehl an das Löschgerät (ARC-AT). Das Löschgerät erzeugt einen dreipoligen metallischen Kurzschluss parallel zur Fehlerstelle. Durch den eingeleiteten Kurzschluss bricht die Spannung zusammen, die für den Lichtbogen erforderliche Spannung wird unterschritten und der Störlichtbogen erlischt in weniger als 2 ms nach seiner Zündung; also weit vor Erreichen seiner zerstörenden Maximalwerte.

Der vom Löschgerät erzeugte 3-phasige Kurzschluss wird vom einspeisenden Leistungsschalter abgeschaltet. Zusätzlich erhält dieser von der Zentraleinheit als Back-up einem Ausschaltbefehl auf den Arbeitsstromauslöser. Die Überwachung und Auswertung der Sensorsignale erfolgt durch Slave-Einheiten, die im Störlichtbogenfall die Signale über Busleitung zur Zentraleinheit (Master) weiterleiten. Die Zentraleinheit kann maximal zwei separate Sammelschienenabschnitte überwachen und entsprechend die den Sammelschienenabschnitten zugeordneten Löschgeräte getrennt voneinander ansteuern. Falls es erforderlich sein sollte können mehrere Zentraleinheiten in einer Anlage eingesetzt werden. Sie werden über eine Kommunikationsleitung miteinander verbunden und tauschen im Störlichtbogenfall Überstrominformationen untereinander aus.

Mit dem Störlichtbogenschutzsystem ARCON® wird ein normgerechter Personenschutz realisiert, der weit über die geforderten Anforderungen hinausgeht. Mit der Realisierung des Anlagenfunktionsschutzes werden neue Maßstäbe im Schaltanlagenbau gesetzt, die eine in der Betriebsphase gleich bleibend hohe Qualität bieten und einen kontinuierlichen Fertigungsprozess sicherstellen.

Anlagenfunktionsschutz
Anlagenfunktionsschutz bedeutet, dass die Schaltanlage nach Ausschaltung eines Störlichtbogens, Fehlerbehebung und Isolationsmessung sofort wieder in Betrieb genommen werden kann. Ein Austauschen von Anlagenteilen, Komponenten und Betriebsmitteln im Leistungsbereich der Schaltanlage infolge einer Einwirkung eines Störlichtbogens ist nicht notwendig. Die Kriterien Anlagen- und Personenschutz (entsprechend EN 60439-1, Beiblatt 2) werden automatisch beim Schutzanspruch Anlagenfunktionsschutz mit übernommen.

Niederspannungsschaltanlage geschützt durch Störlichtbogenschutzsystem ARCON®. Ungeschützte Niederspannungsschaltanlage nach einem Störlichtbogen  
Der vollständige Funktionserhalt aller Anlagenteile und Betriebsmittel wird erreicht.   Der Austausch von Anlagenteilen und Betriebsmitteln ist notwendig.  

Weiterführende Produktinfos

Multimedia

Neuer ARCON®–Film: "Ein Feuerwerk an Sicherheit"