Forschung und Lehre

Sichere Energieversorgung für Forschung und Lehre

1765 gründete Kaiserin Maria Theresia die veterinärmedizinische Ausbildungsstätte in Wien. Die Schule ist die zweitälteste ihrer Art und die älteste im deutschen Sprachraum. In der Vergangenheit entwickelte sie sich von der "Kayserlich-Königlichen Pferde-Curen- und Operationsschule" zur Veterinärmedizinischen Universität.

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Forschung und Lehre

Sichere Energieversorgung für Forschung und Lehre

Neue Gebäude mit zuverlässiger Technik

Die Bedeutung der veterinärmedizinischen Wissenschaften für Mensch, Tier und Umwelt und das große Interesse an diesen Fachgebieten nahm immer mehr zu. Folglich reichten die vorhandenen Einrichtungen und Strukturen
irgendwann nicht mehr aus. Es mußte ein völlig neues veterinärmedizinisches Universitätsgelände erschaffen werden. Es sollte das größte Bauprojekt des Bundesministeriums für Wissenschaft und Verkehr werden. Als
neuer Standort wurde der 21. Wiener Bezirk gewählt. Dort wurden auf einer Grundstücksfläche von 156.000 m2 47 Gebäude erbaut, die hinsichtlich Größe und Ausstattung den modernen Anforderungen entsprechen. Der 3.800 Mio. österreichische Schilling teure Neubau bietet sechs Kliniken und 19 Instituten mit rund 560 Professoren, Assistenten und Mitarbeitern sowie 3.000 Studenten ausreichend Platz und adäquate Bedingungen für den Studien- und Forschungsbetrieb.

Diese enormen Ausmaße erforderten ein Energieversorgungssystem mit hoher Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, das einen reibungslosen Betrieb der Lehr- und Forschungseinrichtungen gewährleistet. Mit dem modularen
Schaltanlagensystem MODAN 6000 sowie den Stromschienensystemen LD und BD2 von Moeller wurde dieser Forderung nachgegangen und in Moeller ein erfahrener und zuverlässiger Partner gefunden.

Die technischen Details

Die Universität verfügt über einen eigenen Mittelspannungsring mit 20 kV, der durch alle Bauteile mit Energieschwerpunkten geführt ist. Von diesen Bauteilen werden auch die Objekte mit kleinerem Energiebedarf
versorgt. Der Mittelspannungsring ist über zwei Übergabestationen mit dem öffentlichen Netz der Wienstrom verbunden. Außerdem wirken zwei Notstromgeneratoren mit je 800 kVA auf den Mittelspannungsring. Durch
Einbeziehen der Verteiler und Leitungen aus der Normalnetzversorgung wird eine Energienotversorgung aller Bauteile mit geringen Investitionskosten ermöglicht.


Die Wirkungsweise

Der Mittelspannungsring versorgt in sieben Stationen insgesamt 20 Transformatoren 20/0,4 kV mit einer Einzelleistung von 630 kVA. An diesen Transformatoren sind 34 Moeller Niederspannungshauptverteiler MODAN 6000 mit 242 Einzelfeldern angeschlossen. Die Verbindungen zwischen den getrennt aufgestellten Verteilern erfolgt
über LD-Stromschienen mit entsprechenden Verteileranschlußsystemen. Generell sind alle MODAN 6000 Einspeise- und Kuppelfelder in Einschubtechnik MDPW und alle Abgangsfelder in Steckeinsatztechnik MDMR ausgeführt. Größenteils konnten bei der Anlagenkonfiguration Leistungsschalter eingesetzt werden. Als Netzform wurde ein TN-C-S-Netz mit teilweiser FI-Schutzschaltung für medizinisch genutzte Verbraucher gewählt.
Im Kellerbereich der Objekte sind horizontal angeordnete BD2-Stromschienensysteme zur Versorgung der
einzelnen Steigleitungen installiert. Das Energiemanagement sowie die Auswertung aller spezifischen Daten
von den Energiehauptverteilern werden durch eine übergeordnete zentrale Leittechnik realisiert.

Fazit

Moeller hat bei einem der größten Bauten des öffentlichen Bundes in Wien dem Anforderungsprofil der größtmöglichen Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit mit dem Schaltanlagensystem MODAN 6000 und dem
Stromschienensystem LD und BD2 Rechnung getragen und ermöglicht dadurch den reibungslosen Lehr- und Forschungsbetrieb an der Universität. Sichere Energieversorgung für Forschung und Lehre

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