Sensorlose Vectorregelung (SLV)
Die SLV-Regelung ist eine technologische Weiterentwicklung der U/f-Steuerung. Werden erhöhte Anforderungen an das Antriebsverhalten des Drehstrommotors gestellt, so bedarf dies einer Regelung bei der üblicherweise die mittels Sensor, z.B. Inkrementalgeber auf der Motorwelle, gemessene Motordrehzahl dem Regelkreis zurückgeführt wird. Die SLV-Regelung benötigt hierzu allerdings keinen Sensor. Daher auch die Bezeichnung "Sensorlos".
Trotzdem ist sie nahezu genauso leistungsfähig wie eine Vector-Regelung die einer solchen Rückführung bedarf. Die Motordrehzahl wird im Frequenzumrichter aufgrund eines mathematischen Motormodells berechnet. Die nachgeschaltete Regelung sorgt anschließend für das richtige Drehmoment im jeweiligen Betriebszustand.
Die SLV-Regelung hat gegenüber der U/f-Steuerung folgende Vorteile:
- Kurze Reaktionszeiten bei Sollwertänderung
- Kurze Ausregelzeiten bei Laständerung
- Hohes Drehmoment, auch bei kleinen Drehzahlen (z.B. DV51 Startmoment > 200 % bei ca. 1 Hz)
- Hohe Drehzahlstabilität bei Lastwechseln
Mit dem DV51 lassen sich diese Vorteile nutzen, ohne umfangreiche Einstellarbeit zu verrichten. Die neue, innovative Regelung macht es möglich. "Autotuning" oder ähnliche Verfahren zur Ermittlung der Motorkennwerte sind damit überflüssig geworden.





