Bei Xpole bricht das digitale Zeitalter an
Elektronik warnt bevor alles still steht
Bonn, März 2008 - Moeller kündigt gemeinsam mit seinem Entwicklungspartner DeepStreeamTechnologies den nächsten Schritt in die digitale Welt moderner Elektroinstallation an: Auf der diesjährigen Light&Building schickt der Pionier in Sachen Schutzschaltgeräte erstmals einen FI mit digitalen Features ins Rennen, welche in herkömmlichen FI´s nicht zu finden sind.
Innovation und Kompetenz wird bei Moeller seit jeher groß geschrieben. Als Erfinder des FI-Schutzschalters - der Patentinhaber Professor Gottfried Biegelmeier leitete als freier Mitarbeiter die Entwicklungsabteilung für Niederspannungsschaltgeräte - fühlt man sich den Konsumenten vor allem beim Personenschutz vor fehlgeleiteten Stromflüssen besonders verpflichtet. Eine Verpflichtung, der man mit einer steten Erweiterung und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios nachkommt. Aber auch die elektrische Anlage braucht Schutz um die Anlagenverfügbarkeit zu optimieren. So schlagen beispielsweise neue innovative Produkte bereits Alarm, bevor ein Fehlerstrom die Anlage lahm legt.
Digitale Zusatzfeatures unterstützen den Fehlerstromschutzschalter bei seiner Arbeit
Die Produktnorm IEC/EN 61008 für FI´s schreibt vor, dass diese im Bereich zwischen 50 und 100 Prozent vom angegebenen Nennfehlerstrom reagieren müssen. Das bedeutet beispielsweise bei einem typischen, für den Personenschutz gedachten 30 mA FI, dass dieser beginnend bei 15 mA auslösen darf, aber spätestens bei 30 mA auslösen muss.
Tritt nun in der Anlage ein Problem auf, das durch tatsächliche Fehlerströme oder durch betriebsbedingte Ableitströme verursacht wurde, merkt man das in der Regel nur dann, wenn es zu spät ist und der FI bereits ausgelöst hat. Herkömmliche FI´s lösen oft bereits aus, wenn nur kurzzeitig ein kleiner Fehlerstrom vorhanden ist, was wiederum das Auslösen weiterer Probleme wie z. B. einen Produktionsstillstand oder eine langwierige Fehlersuche nach sich ziehen kann. Und das möglicherweise am Wochenende!
Moeller ist das erste Unternehmen mit dem digitalen FI im Angebot, welcher derartige Fehlauslösungen signifikant verringert und dadurch das Eintreten solcher Probleme verhindert. Der digitale FI behält nämlich den aktuellen Anlagenstatus permanent im Auge. Wenn sich der Stromfluss in der Anlage gegen Erde in einem Bereich von 0 bis 30 Prozent des eingestellten Nennfehlerstroms (IΔN) bewegt, signalisiert eine grüne LED, dass alles in Ordnung ist. Zur Vorsicht mahnt eine auf gelb geschaltete LED, die einen Differenzstrom im Bereich von 30 bis 50 Prozent des IΔN anzeigt. Diese Warnung bedeutet, dass der Level steigt - der digitale FI löst hier keine Fehlauslösung aus, zeigt aber an, dass er sich seiner Auslöseschwelle nähert. Schaltet die LED auf rot, liegt der Ableitstrom bereits über 50 Prozent des IΔN. Die Anlage befindet sich somit in einem kritischen Status, der digitale FI löst jedoch nur dann aus, wenn der Fehlerstrom 90% von IΔN überschreitet.
Der digitale FI kommuniziert über einen potentialfreien Schaltkontakt mit der Umwelt. Ist der digitale FI mit dem Moeller Xcomfort System verbunden, muss man also nicht unbedingt zum Verteiler laufen, um sich über den jeweiligen Anlagenstatus zu informieren, sondern kann bei IΔ > 0,3x IΔn automatisch eine Vorwarnung zugespielt bekommen. Vieles ist hier möglich - vom einfachen Ansteuern externer Leuchten und/oder Summern bis hin zur Xcomfort-Anbindung inklusive Darstellung am Display und SMS-Meldung aufs Mobiltelefon beim Überschreiten spezifischer Grenzwerte.
Der digitale FI - ein cooler Typ, der nur dann einschreitet, wenn es tatsächlich sein muss
Gewitter oder sonstige temporär auftretende Störungen bringen den digitalen Fehlerstromschutzschalter dank netzspannungsunabhängiger Typ "G" Kurzzeitverzögerung und optimierter Auslöseschwelle nicht aus der Ruhe. Auch bei noch so heißen Last-Situationen braucht er aufgrund integrierter Überlastschutzmechanismen keinen zusätzlichen thermischen Schutz. Dafür erfüllt er aber unabhängig von der Netzspannung immer IEC/EN 61008 gerecht seine Pflicht: Die LED bietet somit den Vorteil anzuzeigen, wenn sich der Differenzstrom der Auslöseschwelle nähert - aber diese noch nicht überschreitet. So können korrigierende Maßnahmen im System vorgenommen werden bevor sich die Situation zuspitzt, wodurch unangenehme Unterbrechungen in der Energieversorgung vermieden werden.
Bekanntes Zubehör wie Wiedereinschaltgeräte oder Hilfskontakte sind kompatibel zum neuen Schutzschaltgerätestar von Moeller, der wie seine FI-Kollegen natürlich über eine Kontaktstellungsanzeige verfügt. Das Bezeichnungsschild sowie die "Ausgelöst"-Anzeige sind neu hinzugekommen.
Vier neue Produkte sind es, die mit dieser digitalen FI-Technologie eingeführt werden - zwei Kombischalter sowie ein zwei- und ein vierpoliger FI.
Das Fundament für die Verwendung dieser digitalen Technologien bilden bereits gut eingeführte Produkte von Moeller, welche im Wohnbau bezüglich digitaler Technologie Pionierarbeit leisten. Bei Systemen, die bereits Xcomfort verwenden, kann durch Hinzufügen eines Moeller PDIM Ableitstromanzeigers zu bestehenden herkömmlichen FI´s dieser digitale Zusatznutzen auch bei einer bestehenden Installation realisiert werden - einfache schrittweise Installation, Inbetriebnahme und Bedienung durch den Anwender sind selbstverständlich.
Moellers PDIM Ableitstromanzeiger, der absolut verschienungs- und konturkompatibel zur bestehenden Xpole Reihe ist, wird auf eine 35 mm DIN-Schiene aufgeschnappt. Dieselben LED-Anzeigen wie schon oben beim digitalen FI beschrieben stehen auch hier zur Verfügung. Ebenso sind optische und SMS-Alarmierungen möglich, vorausgesetzt eine Verbindung mit einem Xcomfort System ist vorhanden. Der PDIM ist sowohl für die Charakteristik (unverzögerte, G-Typ oder S-Typ) als auch für die Auslöseschwelle in Abstimmung zum überwachten FI konfigurierbar.
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