Versicherungsprämien senken: Störlichtbogenschutzsystem ARCON für Windkraftanlagen.
Störlichtbögen kommen in elektrischen Energieverteilern auch heute immer noch vor - trotz aller vorab in die Wege geleiteten Vorsichtsmaßnahmen. Tritt ein Störlichtbogen auf, sind seine Auswirkungen gravierend und reichen von Personenschäden über massive Schaltanlagenschäden bis hin zum wochenlangen Stillstand oder gar zum Austausch der beschädigten Schaltanlage. Die zweite Generation des Störlichtbogenschutzsystems ARCON von Moeller setzen Anwender seit fünf Jahren erfolgreich in Niederspannungsschaltanlagen ein. Inzwischen haben auch Windkraftanlagenbauer- und -betreiber ihre Vorzüge für sich identifiziert. ARCON ist in der Lage, bereits nach zwei Millisekunden einen Störlichtbogen zu löschen - lange bevor gravierende Schäden an Personen und der Schaltanlage entstehen können.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) e.V. sowie deren Tochtergesellschaft VdS Schadenverhütung setzen sich mit dem Thema Störlichtbogenschutz seit längerem auseinander. Ihre Devise lautet: Verhindern statt Begrenzen. Bereits im Jahr 2004 zertifizierte der VdS das Störlichtbogenschutzsystem ARCON. Seitdem können Kunden - dank ARCON - bei ihrer Sachversicherung günstigere Prämien vereinbaren.
Die Funktionsweise von ARCON ist kurz beschrieben: Das vom Störlichtbogen emittierte Licht sowie dessen Kurzschlussstrom lassen sich sehr gut detektieren. Zur Lichterfassung kommen spezielle Sensoren auf Basis von Lichtwellenleitern zum Einsatz, die entlang der aktiven Schaltanlageteile verlegt sind. Durch radiale Einkopplung wird ein Teil des extrem hellen Störlichtbogenlichtes in den Kern des Lichtwellenleiters eingekoppelt und zur Auswerteelektronik weitergeleitet, wo diese Informationen verarbeitet werden. Zur Detektion der zweiten Erfassungsgröße, des Kurzschlussstroms, nutzt ARCON die in den Einspeisungen vorhandenen Stromwandler. Überschreiten beide Detektionsgrößen gleichzeitig bestimmte, festgelegte Schwellwerte, steuert die Auswerteelektronik das Löschgerät an. Dieses Gerät erzeugt möglichst nahe der Einspeisung, parallel zur Fehlerstelle, einen dreiphasigen metallischen Kurzschluss. Der Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstands und der Störlichtbogen erlischt. Innerhalb der bereits erwähnten zwei Millisekunden ist der gesamte Vorgang - bestehend aus Detektion, Auswertung und Löschung - abgeschlossen. Nach Beheben der Ursachen und Austausch des Löschgeräts ist die Schaltanlage uneingeschränkt wieder betriebsbereit.
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