Sicherheitsgerichtetes Steuerrelais:
easy-Familie um easySafety erweitert
Die easy-Familie, bestehend aus den Produktreihen easyRelay (Steuerrelais), easyHMI (Bedien- und Beobachtungssysteme) und easyControl (Kompaktsteuerungen), deckt eine Vielzahl von Applikationen in der Standard-Steuerungswelt ab. Moeller präsentiert ab 2008 sein neues Mitglied der easy-Familie – easySafety. easySafety bietet eine Lösung für sicherheitsgerichtete Aufgaben, die auf die Einfachheit und Flexibilität der easy-Familie setzt und die Performance einer easy800 bietet. Das sicherheitsgerichtete Steuerrelais genügt höchsten Ansprüchen. Es entspricht der Kategorie 4 nach EN 954-1, PL e nach EN ISO 13849-1, SILCL 3 nach EN IEC 62061 sowie SIL 3 nach EN IEC 61508. Im Umfeld von easySafety gibt es die Maschinen-Richtlinie und die einschlägigen Sicherheitsnormen, die zu beachten sind. Die Maschinen-Richtlinie ist zwingend einzuhalten, die Einhaltung der Sicherheitsnormen ist bei Schadensfällen von hoher Relevanz. easySafety löst sicherheitsgerichtete Aufgaben souverän, passgenau und kosteneffizient.
Die Geräte der easySafety-Reihe sind ab Werk mit einer Fülle an klassischen Sicherheitsrelais in Form von Sicherheits-Funktionsbausteinen ausgestattet, so beispielsweise: Not-Aus, Schutztürüberwachung und optional mit Überwachung der Zuhaltung, Lichtgitter mit und ohne Mutingfunktion, Zweihandschalter, Schaltmatte, Zustimmschalter, Sicherheits-Fußschalter, Betriebsartenwahlschalter, Stillstands- und Höchstdrehzahlüberwachung, Rückführkreisüberwachung, Sichere Zeitrelais und Sichere Merker.
Die Sicherheits-Funktionsbausteine von easySafety lassen sich wahlweise mit PC oder direkt am Gerät konfigurieren. Eine komfortable Konfigurationsumgebung bietet die PC-Software easySoft-Safety. Hiermit lässt sich die Sicherheitskonfiguration in der klassischen easy-Schaltplansprache erstellen, simulieren und auf das Gerät übertragen. Wollen Anwender auf Software plus Übertragungskabel verzichten, dann sind Geräte der easySafety-Reihe mit integriertem Display und Tastatur vorzuziehen. Änderungen oder komplette Konfigurationen lassen sich direkt am Gerät vornehmen. Die erstellte Konfiguration kann auch via Speicherkarte auf das easySafety-Gerät übertragen werden.
Ein integriertes Gerätedisplay bietet Vorteile, wenn eine schnelle und eindeutige Diagnose in Form einer Textanzeige gewünscht ist. Sollen Meldungen nicht hinter Schaltschranktüren verborgen bleiben, kann die Informationsausgabe auch in eine Schaltschranktür montiert werden – hierzu setzen Anwender einfach die abgesetzte Anzeigeeinheit MFD in Kombination mit einem CP4-Modul ein. In diesem Fall ist der kostengünstige Einsatz eines easySafety-Geräts ohne Display und ohne Tastatur empfehlenswert.
easySafety bietet mehr als ein alleiniges Sicherheits-Steuerrelais. Neben dem Sicherheits-Schaltplan, der die Sicherheitskonfiguration beinhaltet, verfügt easySafety zusätzlich über einen Standard-Schaltplan. Dieser Schaltplan ist nutzbar für Standard-Aufgaben, wie etwa die Verarbeitung von Diagnosemeldungen oder allgemeine Steuerungsaufgaben einer Maschine.
Der Sicherheits- und Standard-Schaltplan ist bei easySafety strikt getrennt. Beide Schaltpläne lassen sich unabhängig voneinander, mit bis zu drei verschiedenen Passwortebenen, schützen. Das erlaubt den Zugriff von unterschiedlichen Personengruppen, sie können die freigegebenen Schaltpläne einsehen und/oder bearbeiten. Soll jeglicher Zugriff auf die Sicherungskonfiguration verhindert werden, dann schließt der Verantwortliche einfach das Sicherheitsprogramm ab und vernichtet den virtuellen Schlüssel. Das schließt jede nachträgliche Änderung aus. Jede Änderung an der Sicherheits-Konfiguration führt zur Änderung der Sicherheits-Checksumme. Sie ist Bestandteil der technischen Dokumentation und unterliegt der Konformitätserklärung.
Die easySafety-Geräte verfügen über 14 sichere Eingänge und haben wahlweise entweder vier Relaisausgänge oder einen redundanten Relais- plus vier Transistorausgänge. Alle Ausgänge am Geräte sind als Sicherheitsausgänge ausgelegt. Die Geräteingänge sind in beiden Schaltplänen lesbar, die Ausgänge sind wahlweise vom Sicherheits- oder vom Standard-Schaltplan beschreibbar.
easySafety rundet die easy-Familie um sicherheitsgerichtete Anwendungen kongenial ab: Viele easy-Komponenten lassen sich nun auch mit easySafety-Geräten einsetzen. Benötigen Anwender für ihre Standard-Applikation weitere Standard-Ein- und Ausgänge, so nutzen sie einfach die Erweiterungen der easyRelay-Reihe. Außerdem lässt sich ein easySafety-Gerät über das integrierte easyNet mit bis zu sieben weiteren Geräten aus der easy-Familie vernetzen, das gilt gleichermaßen für easyRelay-, easyHMI- oder easyControl-Geräte. Somit sind Standard-Informationen zwischen den einzelnen Geräten einfach und kostengünstig austauschbar. Auch die Anbindung an eine SPS ist gewährleistet: Ob Profibus-DP, CANopen oder DeviceNet – die easy-Familie verfügt bereits heute über Koppelmodule, die easySafety-Geräte nutzen können.
easySafety basiert auf der Einfachheit der easy-Schaltplanphilosophie, somit ist jeder heutige easy-Anwender schnell damit vertraut. Ein in der Online-Hilfe der Programmiersoftware befindlicher Einsteigerkurs erleichtert Neueinsteigern das Kennen lernen der easySafety sowie den Umgang mit der PC-Software easySoft-Safety.
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